4. Warum müssen Jäger das erlegte Wild zur Schau stellen oder fotografieren?

• Fotos vom erlegten Wild, Geweihe oder Keilerzähne an der Wand sind Erbe einer uralten Tradition: Schon unsere Vorfahren haben nach erfolgreicher Jagd entsprechende Szenen in die Höhlenwand geritzt. Es geht schlicht um die Erinnerungen an das Erlebnis.

• Rituale wie der „letzte Bissen“ oder das „Verblasen der Strecke“– für jede Tierart gibt es ein Jagdhornsignal – zeugen von Respekt und Ehrung für jede einzelne Kreatur, die erlegt wurde. Das ist eben der Unterschied zur modernen Nutztierhaltung.

• Jagd ist nicht mechanisiert und industriell. Jäger beschäftigen sich direkt und hautnah

mit der Natur, mit der Kreatur und dem Tod.

• Fleisch zu essen ist immer damit verbunden, vorher ein Leben zu nehmen. Dessen sollte man sich bewusst sein. Das ist für Jäger, die ein Reh erbeuten präsenter als für viele Verbraucher, die ihr Schnitzel einfach aus der Kühltheke nehmen. Der Vorgang des Tötens wird ausgeblendet, ist weit weg und passiert anonym im Schlachthaus.

• Jagdgegner und Tierschützer wollen uns oft glauben machen, dass es grausam sei, Natur zu nutzen. Sie vergessen dabei, dass für jeden Billigflug in die Südsee oder jedes Handy, jede modische Jeans oder jedes Billigschnitzel tagtäglich Raubbau und Ressourcenverschwendung betrieben wird. Wir Europäer verschwenden so viele Ressourcen, dass es vier Planeten bräuchte, wenn alle Menschen so lebten - auf Kosten von Mensch und Tier.

• Worin sollen vor dem Hintergrund dieser Fakten Schädlichkeit oder gar Grausamkeit der Jagd liegen?

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